| Universität Rostock

Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung

6. Jahreskongress zur politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern: „Politikverdrossenheit!? – Herausforderung und Konsequenzen für die politischen Bildung“.

Der 6. Jahreskongress zur politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern fand am 01. Oktober 2013 in der Universität Rostock statt. Die Konferenz, zu der 200 Teilnehmer kamen, stand unter dem Motto: „Politikverdrossenheit!? – Herausforderung und Konsequenzen für die politischen Bildung“.

Nach der Eröffnung durch den Direktor der Landeszentrale, Jochen Schmidt, sowie der Begrüßung durch den Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, zeichnete Prof. Dr. Ulrich Eith von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ein differenziertes Bild des Phänomens der „Politikverdrossenheit“. Insgesamt bestünde eine hohe Demokratiezufriedenheit in Deutschland, so dass von einer allgemeinen Politikverdrossenheit nicht gesprochen werden kann. Vielmehr ließe sich ein Auseinanderdriften in dieser Frage zwischen Arm und Reich beobachten. „Wir beobachten ein zunehmendes Abkoppeln unterer sozialer Gruppen und Schichten“, so Prof. Eith. Hier zeichneten sich viele Menschen durch Ohnmachtsgefühle, Unkenntnis über den politischen Prozess und auch Überforderung aus.

Diese Kluft durch politische Bildung zu schließen und durch unterschiedliche Angebote und Formate Interesse an Politik zu vermitteln - dies stand im Fokus der folgenden Podiumsdiskussion, in der neben Prof. Dr. Ulrich Eith, Martin Scriba (Landespastor, Vorstandsmitglied des Diakonischen Werks Mecklenburg-Vorpommern e. V.), Mandy Kröppelien (Europäisches Integrationszentrum Rostock e.V.), Kurt Edler (Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.) sowie Dr. Armin Jäger (ehem. Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ehemaliger Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion) Ideen und Meinungen austauschten.

In den 6 Workshops am Nachmittag wurden dann Einblicke in unterschiedliche Formate politischer Bildungsarbeit vermittelt und ihre Relevanz im Hinblick auf verschiedene Zielgruppen diskutiert.