„Wählen ab 16“, Kommunal- und Europawahl – landesweiter Schulprojekttag gestartet

Im Mai wird in Mecklenburg-Vorpommern gleich doppelt gewählt: Die Kommunal- und Europawahlen stehen an. Bei der Kommunalwahl sind Jugendliche bereits ab 16 Jahren wahlberechtigt. Und so dreht sich beim landesweiten Projekttag an den öffentlichen weiterführenden Schulen, heute am Europatag, alles um Wahlen und politische Beteiligung: Was heißt Demokratie? Was bedeutet Europa für mich? Was sind die Aufgaben von Kommunalpolitikerinnen und -politikern? Was kann ich mit meiner Stimme verändern? Neben Planspielen, Lernzirkeln und Workshops wird es Diskussionsrunden, Gastvorträge und Exkursionen geben.

„Junge Menschen haben eine Meinung und sie sind politisch interessiert“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Das haben sie durch ihr Engagement in der Klimadebatte beweisen und sich mit den Demonstrationen ‚Fridays for Future‛ lautstark Gehör verschafft. Mit dem landesweiten Schulprojekttag setzen wir genau dort an. Lehrerinnen und Lehrer zeigen Schülerinnen und Schülern auf, wie und wo sie sich einbringen können und dass sie dadurch auch etwas erreichen. Politik lebt vom Mitmachen“, betonte Hesse.

Die inhaltliche Bandbreite beim Projekttag ist groß: So rücken einige Schulen das Thema „Wählen ab 16“ in den Vordergrund. An anderen Schulen geht es um Kommunalpolitik oder die Europäische Integration. Die Schulen werden von Trägern der politischen Bildung und Stiftungen unterstützt. Vereinzelt beteiligen sich auch Grundschulen an dem landesweiten Projekttag. Mit Blick auf die anstehenden Kommunal- und Europawahlen haben sich viele weiterführende Schulen für die Juniorwahl entschieden. Das Planspiel ist ein Angebot der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Verein Kumulus e. V.

„Wir verzeichnen jetzt schon mehr als 130 Anmeldungen zur Juniorwahl. Das sind so viele, wie nie zuvor“, freute sich der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „2017, im Jahr der Bundestagswahl, haben sich insgesamt 120 Schulen an dem Projekt beteiligt. Die Juniorwahl ist einer klassischen Wahl per Stimmzettel nachempfunden und simuliert so auf authentische Weise den regulären Wahlakt: Wie funktioniert die Wahlvorbereitung und was tut ein Wahlhelfer? Welche Regeln gelten zur Wahl? Diese Fragen stehen im Vordergrund der Juniorwahl“, erläuterte Schmidt.