| Dokumentationszentrum Schwerin | Schwerin
Obotritenring 106

Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungDokumentationszentrum Schwerin

„Es wurde der Wunsch an mich herangetragen…“

30 Jahre Stasi-Auflösung und die Zukunft der Akten

Anlässlich der Auflösung der Stasi im Dezember 1989 lädt die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur am 06. Dezember 2019 um 17 Uhr zu einer Veranstaltung in das Dokumentationszentrum Schwerin ein.

Am Morgen des 4. Dezembers 1989 besetzten Bürger auf Initiative von Frauenaktivistinnen die Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt. Am Abend folgten Besetzungen in Leipzig, Suhl und Rostock und weiteren Kreisdienststellen. Am 5. und 6. Dezember 1989 wurden auch alle anderen Bezirksverwaltungen durch Bürgerkomitees besetzt. Gefordert wurde, die Vernichtung der Akten zu stoppen, deren Sicherung zu kontrollieren und die Stasi aufzulösen.

Das Schweriner Bürgerkomitee hatte am 5. Dezember das Gebäude am Demmlerplatz für einen Rundgang betreten. Am 6. Dezember 1989 drängte der Untersuchungsausschuss den Bezirksstaatsanwalt Dr. Günter Wolf, im Dienstobjekt der Bezirksverwaltung in Rampe die Akten zu sichern. Kirchenjurist Wolfgang Loukidis hat dieses Gespräch, das Wolf mit den Worten eröffnete: „Es wurde der Wunsch an mich herangetragen…“, mit seinem Diktiergerät festgehalten.

Neben der Rückschau auf die Ereignisse von 1989 aus der Sicht von Beteiligten und mit der historischen Einordnung geht es auch um die Zukunft der Stasi-Akten.


Anmeldung und Kontakt


Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Telefon: 0385 745299-11
E-Mail: dokuzentrum-schwerin(at)lpb.mv-regierung.de